Kommentar zu Amerikas Dekadenz von Selbstdenker

Dem Befund vom Austrian Institute kann ich auch auf Basis eigener Beobachtungen und Erlebnisse voll und ganz zustimmen.

Die für ein marktwirtschaftliches System besonders wichtige Mittelschicht wird sowohl von “oben” als auch von “unten” angegriffen.

Um dauerhaft an der Macht zu bleiben, hat die Elite das meritokratische Prinzip, das bislang über individuellen Aufstieg und Abstieg für soziale Durchlässigkeit in beide Richtungen und Selbstdisziplin gesorgt hat, abgeschafft. Sie haben die allgemein zugänglichen Leitern abgesägt und ziehen nur jene Personen in ihrem Club rauf, die ihnen zu Gesicht stehen und von denen sie sich Loyalität erhoffen.

Mittels Quoten, die sich nach ethnischer Herkunft, Geschlecht und sexueller Orientierung richten, werden Personalentscheidungen getroffen, die man auf Basis individueller Leistungen nie rechtfertigen könnte und die im Endeffekt (fast) allen schaden.

So kann man sicherstellen, dass der Sohn eines Rap-Stars einen Platz in einer Ivy League Uni bekommt und nicht die Tochter eines arbeitslosen opioidabhängigen Bergarbeiters aus West Virginia.

Über die Klagewirtschaft werden Wettbewerbsbedingungen massiv zugunsten einzelner Großakteure verzerrt, die wiederum eng mit der Politik verbandelt sind. Großfusionen werden durchgewunken, kleinere Mitbewerber systematisch bei Auftragsvergaben benachteiligt und mit in sich widersprüchlichen Klagen bzw. Regulierungen aus dem Markt geekelt.

Während über das Bildungssystem und die Medien traditionelle Werte und logisches Denken angegriffen werden, verhindert das Fehlen eines dualen Ausbildungssystems die Aneignung von praktischen Fähigkeiten und der notwendigen Arbeitsmoral.

Die ideologische Aufladung des öffentlichen Lebens samt Segmentierung der Bevölkerung in sich feindselig gegenüberstehende Teile ist ein bevorzugtes Machtinstrument. Viele Großunternehmen werden wie eine Sekte geführt.

Identity Politics und zunehmend auch Helikopter Geld / UBI / Brot & Spiele verstärken den Effekt, dass sich sozial Schwache entlang ethnischer Linien dauerhaft in ihr Unterschichts-Segment der Vote-Farm einrichten und dafür alle paar Jahre der Politik zur Verfügung stehen.

In Sachen Monopolbildung argumentieren die meisten Austrians leider zu sehr auf Basis der reinen ökonomischen Lehre. Ab einen bestimmten Marktanteil wird der Monopolist / das Oligopol selbst zum politischen Akteur, der danach trachtet den Wettbewerb zu schädigen in dem Alternativen verunmöglicht werden.

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