Gesunken, gekappt, gehortet, gestiegen

Rein rechnerisch, so hatten die Statistiker im Vorfeld ermittelt, hätte die zur Konjunktur- und Krisenbewältigung beschlossene Maßnahme das Potenzial, einen Rückgang der Verbraucherpreise um 1,6 Prozent zu verursachen. Aber eben nur, wenn Handel, Gastronomie, Handwerk und andere Branchen die Mehrwertsteuersenkung voll an die Verbraucher weitergeben würden. Zwar könnte die Inflationsrate wegen dieses Effekts im gesamten zweiten Halbjahr in negatives Terrain rutschen. Ein Rückgang der Verbraucherpreise aufgrund der Mehrwertsteuersenkung wäre aber nur eine künstliche Deflation. Darauf weisen etliche Ökonomen hin. „Mit echter Deflation hat das nichts zu tun“, sagt beispielsweise Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank. Befürchtungen, dass sich bei rück­läufigen Preisen die Verbraucher mit Käufen zurückhielten und auf noch niedrigere Preise warteten, seien in diesem Fall völlig unbegründet.

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