11 antiisraelische Mythen auf dem Prüfstand

Von Liyun Celestin Gothõni| Die Absurdität der antisemitischen bzw. antiisraelischen Propaganda erreicht einen neuen Höchstwert. Nicht nur weil sich viele persönlich durch antisemitische Hetze und Lügen angegriffen fühlen, sondern auch weil es entscheidend ist bei so einem wichtigen Thema richtig informiert zu sein und sich von den Ketten der einseitigen und unverhältnismäßigen Darstellung Israels in den Medien und auf Social Media zu befreien werden hier die 11 größten antiisraelischen Mythen unter die Lupe genommen. 


1. „Die 6 Millionen Juden in Israel sind überwiegend weiße europäische Siedler“. Fakt ist: die meisten Juden sind Nachfahren der Mizrahi (arabisch-stämmige Juden die 1948 aus allen arabischen Ländern vertrieben wurden) oder sind aus „Mischehen“ der vielen jüdischen Gruppierungen entstanden und bilden so eine unglaublich Diversität wie es sie sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Dazu kommen noch die etwa 2 Mio. arabischen Muslimen die ebenfalls israelische Staatsbürger sind.


2. „Israel ist ein Apartheidsstaat“ – Nichts könnte dreister und verlogener sein als die Relativierung der Verbrechen in Südafrika und die Dämonisierung Israels. In Israel sind ausnahmslos alle Staatsbürger gleich vor dem Gesetz, sie haben das Recht auf Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und das Recht zu wählen.


3. „Israel will keinen Frieden“. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Seit der Staatsgründung 1948 und auch schon davor gab es unzählige Angebote um Land gegen Frieden zu tauschen. Seit 1920 gab es insgesamt 8 Angebote das britische Mandatsgebiet Palästina (wie es damals noch hieß) zu teilen. Während die Juden sich mit lediglich 20% des britischen Mandatsgebiet Palästinas zufrieden gaben, lehnten die Araber jeden Schlichtungsversuch ab und verübten immer wieder Pogrome an jüdischen Siedlern. Alle weiteren Angebote wurden von israelischer Seite angenommen und von palästinensischer Seite abgelehnt, da ausnahmslos jede Führung oder autonome Regierung der Palästinenser keinen jüdischen Staat akzeptieren will und das ganze Land für sich beansprucht – bis heute.


4. „Die Nakba oder die Vertreibung von 700.000 Palästinensern aus ihren Dörfern.“ Die Wahrheit: Viele der arabischen Führer drängten die Palästinenser dazu das Land „kurzfristig“ zu verlassen, um nach dem „glorreichen Sieg im Krieg“ wieder Nach Hause zurückzukehren. Währenddessen wurden knapp 900.000 Juden aus den arabischen Ländern von Marokko bis Ägypten enteignet, getötet oder vertrieben. Die Allermeisten emigrieren nach Israel und in die USA.


5. „Israel wurde nur wegen des Holocausts ein Staat“. Fakt ist: im Jahre 1917 hat der britische Diplomat Arthur Balfour eine Deklaration geschrieben die den Juden eine gesicherte Heimstätte in ihrer historischen Heimat „Eretz Israel“ versprochen hat. Auch in den 1920ern und 1930ern wurde intensiv über einen jüdischen Staat diskutiert – noch viele Jahre vor dem Holocaust. Die Idee einer gesicherten Heimstätte für Juden stammte von Theodor Herzl, der den wachsenden Antisemitismus mit Sorge betrachtete und so mit seinem Werk „Der Judenstaat“ den Zionismus begründete.


6. „Israel ist ein imperialistischer Staat, der seine Staatsgrenzen immer aggressiver erweitern will.“ Seit 1948 hat Israel sein Staatsgebiet tatsächlich massiv vergrößert.  Dieser Territoriale Zuwachs war jedoch das Ergebnis wiederholter Aggression der arabischen Staaten gegen Israel: 1967 wurde das Land von einer gewaltigen Übermacht  5 arabischer Armeen angegriffen wurde und konnte, zur Überraschung der ganzen Welt, innerhalb von 6 Tagen sowohl Ostjerusalem und den Rest von Judäa und Samaria als auch die Golanhöhen und die Sinai-Halbinsel einnehmen. Die Sinai Halbinsel wurde Jahre später im Tausch gegen Frieden und diplomatische Beziehungen an Ägypten zurückgegeben – trotz der massiven Ölvorkommen in der Region. Hätten die arabischen Staaten keinen weiteren Krieg angefangen hätte Israel nicht die Kontrolle über diese Gebiete gewonnen, welche auch eine wichtige historische Bedeutung für das jüdische Volk haben – insbesondere die  Klagemauer und der Tempelberg in Ostjerusalem die während der Jordanischen Besatzung  von 1948-1967 für Juden und Christen nicht zugänglich waren.


7. „Jesus war ein Palästinenser“ – vielleicht das absurdeste von allen Argumenten. Jesus kam aus dem historischen Judäa und lebte unter römischer Besatzung als es das Wort „Palästina“ noch nicht einmal gab – Die Bezeichnung „Palästina“ entstand erst viel später als die Römer die Region so nannten, um die Rebellion der Juden zu bestrafen. Das Wort „Palästina“ bezieht sich auf die „Philister“, historische Feinde der Juden, von denen man schon im Alten Testament liest – sie eben absolut nichts mit den heutigen Palästinensern zu tun. Eine Palästinensisch-Arabische Identität gibt es erst seit Yassir Arafat in 1964 die PLO gegründet und den Mythos des „gestohlenes Landes“ propagierte.


8. „Israel blockiert Gaza um die dortige Bevölkerung verhungern zu lassen und begeht so einen Völkermord“. Die Blockade gegen Gaza ist eine nachvollziehbare Maßnahme – Solange die Hamas (eine international anerkannte Terrororganisation) fast wöchentlich Israel mit Raketen angreift, haben Israel und auch Ägypten keine andere Wahl als den durch die Gruppe kontrollierten Gaza-Streifen zu blockieren. Trotzdem schickt Israel jeden Tag Unmengen an humanitäre Lieferungen in den Gaze Streifen – trotz des de facto Kriegszustandes mit der Hamas. Die Behauptung, Israel würde einen Völkermord begehen, lässt sich übrigens nicht halten: Die Bevölkerung Gaza wächst seit Jahren exponentiell. 


9. „Die Zionisten kamen nach dem Holocaust und haben mit Hilfe der Amerikaner Palästina besetzt und haben keinerlei Anrecht auf das Land“. Fakt ist: „Palästina“ war nie ein souveräner Staat oder eine nationale Identität bis 1964 sondern ein Multi- ethnischer Staat unter verschiedenen Besatzungen (Osmanen und ab 1918 die Briten die den Begriff „Palestine“ einfach übernommen haben. Fakt ist: Israel ist der dritte jüdische Staat in der Region mit über 4.000 Jahren Geschichte – im Vergleich dazu gab es noch nie einen souveränen arabischen oder muslimischen Staat in dieser Region.


10. „Durch die Besetzung des Westjordanlandes wurde den Palästinensern ihr Land gestohlen.“ Auch das ist historisch falsch. Nach dem Teilungsplan für das britische Mandatsgebiet wurde durch die Gründung Jordaniens bereits ein arabisch- palästinensischer Staat geschaffen. Ca. 75% der Bevölkerung sind „Palästinenser“. Die Sprache, die Kultur und die Religion sind identisch.


11. „Die Israel Defence Force betreibt einen Genozid an den Palästinensern“
Im defensiv geführten Gaza Krieg 2014 hat die IDF tausende Menschen in Gaza angerufen und ihnen auf arabisch mitgeteilt dass in der Nähe eine Bombe auf einem Terrorstützpunkt landen könnte damit sie genug Zeit haben zu fliehen. Keine Armee der Welt hat jemals seine „Feinde“ angerufen um möglichst viele tote Zivilisten zu vermeiden.


Alles in allem: Israel ist ein westliches, weltoffenes und demokratisches Land, in dem orthodoxe Juden, Muslime, Christen, offen lebende Homosexuelle und Menschen aller Hautfarben und Religionen an den Stränden von Tel Aviv und überall anders im Land friedlich zusammen leben.

 

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