Tausende Migranten in Bosnien wollen Grenze durchbrechen

In Bosnien haben sich nahe der kroatischen Grenze tausende Einwandererversammelt. Vielfach wird die Zahl 20.000 genannt, laut ARD, der sich auf die UNHCR beruft, seien es jedoch „nur“ 5.000. Die Zahl der Migranten nimmt ständig zu, ihre genaue Zahl ist schwer zu schätzen. Ziel der Einwanderer ist es, die Grenze nach Kroatien zu durchbrechen, um illegal nach Deutschland oder Skandinavien zu gelangen.

Die Einwanderer halten sich vor allem in den grenznahen bosnischen Städten Velika Kladuša und Bihać auf. Viele zelten im öffentlichen Raum oder nehmen leerstehende Gebäude in Beschlag. Inzwischen wurde ihnen aber auch eine komfortable Unterkunft errichtet, wo sie Essen, Internetzugang und medizinische Versorgung erhalten. Sofort gab es allerdings Beschwerden über eine angeblich mangelnde Qualität der Unterbringung und des Essens.

Die Migranten sind laut österreichischem Innenministerium zu 95 Prozent junge Männer und stammen hauptsächlich aus Pakistan. Ebenfalls stark vertreten sind Algerier, Marokkaner und Iraner. Fast alle seien zudem mit Messern bewaffnet.

Etwa hundert Migranten haben bereits am 24. Oktober versucht, die Grenze nach Kroatien gewaltsam zu durchbrechen. Dabei griffen sie die kroatischen Polizisten tätlich an. Ein Migrant verletzte einen Polizisten dabei mit einem Messer. Aufgrund der nach wie vor angespannten Lage ist anzunehmen, dass weitere gewaltsame Durchbruchsversuche bevorstehen.

Seit Wochen terrorisieren die Migranten die einheimische Bevölkerung durch Kriminalität und andere Belästigungen. Das ungarische Fernsehen berichtet von häufigen Diebstählen und Einbrüchen unter Berufung auf die lokale Polizei. Manche dieser Taten wurden durch Überwachungskameras festgehalten. Hierist zum Beispiel der Diebstahl eines Fahrrads durch einen Migranten zu sehen.

Auch in das Privathaus eines Polizisten brachen nachts Migranten ein. Der Polizist war zu der Zeit in Dienst, seine Frau und Kinder schliefen. Dieser Vorfall hat die Familie stark getroffen. Die Migranten fallen auch dadurch auf, dass sie sich vor den Schulen versammeln und die Kinder fotografieren, was die Eltern sehr beunruhigt.

Die ungarische Internetzeitung Origo berichtete bereits im Juni von einem besonders schweren Verbrechen: Migranten sollen in Bihać ein junges bosnisches Mädchen zusammengeschlagen und vergewaltigt haben. Ebenfalls laut Origo sollen sich zahlreiche Drogendealer und -konsumenten unter den Einwanderern befinden.

Sehr oft werden die Migranten auch untereinander gewalttätig. Immer wieder wird von Schlägereien berichtet, wobei häufig auch Messer eingesetzt werden. Erst am Samstag, den 3. November, gab es eine besonders brutale Massenschlägerei. Mehrere Dutzend Migranten fielen während einer Kleiderausgabe mit Messern und Eisenstangen übereinander her, sechs wurden verletzt, drei von ihnen durch Messerstiche.

Gewalt wird auch gegen die Polizei ausgeübt, und zwar nicht nur an der Grenze. Als Polizisten ein Zeltlager der Migranten durchsuchten, wurden sie mit Gegenständen beworfen, ein Polizeiauto wurde beschädigt.

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